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Chemnitzer Friedensimpulse 2015 - NSU - unsere Nachbarn in Chemnitz

CHEMNITZER FRIEDENSIMPULSE 2016

Betreff: Flüchtlinge - Deutschland zwischen Hilfsbereitschaft und Hass

1. März 2016, 19.00 Uhr, Städtische Musikschule Chemnitz, Neubau Konzertsaal, Gerichtsstraße 1

Die Aufnahme hunderttausender Flüchtlinge durch die Bundesrepublik Deutschland hat, wie kein anderes Thema, in den letzten Monaten Emotionen freigesetzt, in der Bevölkerung, wie in der Politik. Die Dimension der Unterstützung von schutzsuchenden Migrantinnen und Migranten durch deutsche Bürgerinnen und Bürger ist unerwartet groß und vielfältig und im europäischen Maßstab beispielgebend. Allerdings verbinden nicht wenige Menschen in Deutschland die Ankunft der Flüchtlinge mit Existenzsorgen, Sorgen um die Sicherheit, um den Arbeitsplatz, Sorge um den Erhalt des Niveaus der sozialen Versorgung oder um ihre kulturelle Identität. Diese Ängste treiben viele auf die Straße. Nicht selten finden sie sich wieder auf Demonstrationen mit offen rassistischen Bekundungen, auf denen auch Gewalt zur Problemlösung propagiert wird. Die völlig verschiedenen Ansätze des Umgangs mit Flüchtlingen zerreißt die Gesellschaft – obwohl in dieser außergewöhnlichen Situation doch eigentlich Besonnenheit und verlässliche Strukturen gefragt wären.

Leider musste der seit Monaten avisierte Gesprächspartner Hans ten Feld (bis Juni 2015 Vertreter des UN-Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen - UNHCR) aus schwerwiegenden Gründen sehr kurzfristig absagen.

Hans ten Feld Dankenswerter Weise hat sich Wolfgang Grenz bereit erklärt, über die menschlichen, sozialen und politischen Herausforderungen, die mit der Aufnahme einer großen Anzahl von Flüchtlingen verbunden sind, zu sprechen und zu diskutieren.

Wolfgang Grenz war von 2011 bis Anfang 2013 Generalsekretär von Amnesty International Deutschland. Seit 1979 arbeitet er für diese Organisation, u.a. als Leiter des Referats für politische Flüchtlinge und als Abteilungsleiter Länder, Themen und Asyl. Er ist ein Fachmann auf dem Gebiet der Grundlagen Europäischer Flüchtlingspolitik und er versteht Flüchtlingsarbeit als vorbeugende Menschenrechtsarbeit, deren Basis die Genfer Flüchtlingskonvention bildet.

Welche Lösungen es zur Umsetzung der Genfer Flüchtlingskonvention bei den objektiven Gegebenheiten und subjektiven Empfindungen vieler Bürgerinnen und Bürger in unserer Gesellschaft geben könnte, wollen wir mit Politikern diskutieren.

Als Gesprächspartner im Podium nehmen deshalb auch Platz:

Moderation: Heike Steege (Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag)
Musik: Trio QUIJOTE (Chemnitz) im Zusammenklang mit Youma (Mai Alkurdi u. Youssef Bash, Syrien)
Veranstalter: Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag

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