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Chemnitzer Friedenspreis
Kurzinfo
Auslobung 2009
Preisträger 2004 - 2009






Der Chemnitzer Friedenspreis
Wozu brauchen wir in Chemnitz einen Friedenspreis?

Weil der Frieden in unserer Stadt uns genauso angeht, wie der Frieden weltweit.

Es stimmt, den Frieden kann man nicht „ausschreiben“, aber man muss sich doch umhören, wo es in unserer Stadt Menschen gibt, die sich für ein friedliches Miteinander engagieren. Eine Stadt braucht Öffentlichkeit für Aktionen und Initiativen, die sich für Toleranz, Demokratie und gegen Rassismus einsetzen. Und ehrlich, lebt man nicht gelassener, wenn man weiß, die meisten Menschen um einen herum sind friedlich und würden auch etwas für die Erhaltung des Friedens riskieren?

Es ist auch richtig, dass man Frieden nicht „belohnen“ kann. Aber wenn Kinder in einer Zeit, in der die Gewalt an Schulen zunimmt, sich trauen, darüber zu sprechen und sogar einen Kalender zu diesem Thema gestalten (Annenschule, 2. Preis 2005), dann soll, ja muss man das öffentlich machen. Oder wenn sich Studenten der TU Chemnitz für ihre ausländischen Mitstudenten einsetzen, mit dem Ziel rechtsradikale Überfälle zu verhindern (Studentische Initiative gemEINSam für einen friedlichen und interkulturellen Campus, 3. Preis 2006) oder sich Jugendliche, mit einer jahrelangen Verbindung zu einer polnischen Gemeinde, für echte Versöhnung einsetzen (Evang. Jugend der D.-Bonhoeffer-Gemeinde, 1. Preis 2004), dann ist ein kleines Preisgeld weniger ein Lob, sondern eine konkrete Hilfe. Auf eine Stadt mit solchen engagierten Menschen, kann man schon stolz sein.

Der Bürgerverein FUER CHEMNITZ e.V. – ein Verein von Bürgern für Bürger – möchte dazu auffordern, mutig und entschlossen, kreativ und überlegt für Toleranz, Demokratie, Friedfertigkeit und interkulturellen Austausch einzutreten sowie Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu verhindern.


Die Skulptur wurde gestaltet vom Bildhauer Erik Neukirchner

Der Chemnitzer Friedenspreis zeichnet Ideen, Initiativen und Projekte aus, die:
  • ein gewaltfreies Miteinander fördern und unterstützen,
  • die Integration verschiedener Kulturen als wesentlichen Bestandteil unseres Zusammenlebens betrachten,
  • für Grundwerte wie Toleranz, Demokratie, Friedfertigkeit und Interkulturalität eintreten,
  • gegen Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus Position beziehen.

Der Chemnitzer Friedenspreis wird unter der Schirmherrschaft des Bürgervereins FUER CHEMNITZ e.V. und in Zusammenarbeit mit dem Kriminalpräventiven Rat sowie der Ausländerbeauftragten der Stadt Chemnitz im Jahr 2007 zum vierten Mal verliehen.

Ein ganz besonderer Dank geht an die

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für das Sponsoring des Chemnitzer Friedenspreises 2005 bis 2009.
Erik Neukirchner 

 Der Chemnitzer Bildhauer Erik Neukirchner schuf 2003 zum 1. Marianne- Brandt- Symposium die Vorlage für die Skulptur des Chemnitzer Friedenspreises.
Die Stahlplastik läßt durch ihre Form eine Vielzahl von Assoziationen zu. Die gespaltene Form kann als Gemahnung an die zerstörende Gewalt des Krieges gesehen werden, ist zugleich und deutlicher noch Ausdruck der lebensbehütenden Kräfte des Friedens. Das Material Stahl, sowohl für Waffen als auch für Arbeitsgeräte genutzt, verweist auf die das Credo der Friedensbewegung: „Schwerter zu Pflugscharen“.
 Erik Neukirchner, wurde 1972 in Karl-Marx-Stadt geboren. Seit 1994 arbeitet er als freischaffender Bildhauer und erhielt bereits 1995 zusammen mit sechs weiteren Künstlern den Staatspreis für Design für die Gestaltung eines Spielplatzes für sehbehinderte und blinde Kinder. 1997 nahm er ein Gaststudium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden auf. 
Erik Neukirchner ist mit seinen Arbeiten aus Keramik und Bronze in Chemnitz an mehreren öffentlichen Orten präsent.





Chemnitzer Friedenspreis 2009: Auslobung
Wichtige Kriterien für die Vergabe des Chemnitzer Friedenspreises sind:
  • Kreativität, Kontinuität und Nachhaltigkeit,
  • Ideen, die interessant, vielfältig und überraschend sind,
  • Initiativen, die Impulse im Sinne des Aufrufes auslösen.
Für den Chemnitzer Friedenspreis können sich bewerben:
  • Initiativen und Vereine, die sich mit Projekten für Toleranz, ein friedliches Miteinander und gegen Fremdenfeindlichkeit stark machen;
  • Bildungs-, Erziehungs- und Freizeiteinrichtungen für Kinder und Jugendliche,
  • Chemnitzerinnen und Chemnitzer, die sich im Sinne des Friedenspreises engagieren.
Gerade für Kinder und Jugendliche ist die Bewerbung um den Preis eine Möglichkeit, für ihre Umsetzung dieser Ideen eine Öffentlichkeit zu finden und damit für Gleichaltrige Alternativen aufzuzeigen. 

So können Sie sich bewerben:

Sie schicken uns eine Beschreibung Ihres Projektes in der von Ihnen gewählten Form. Dabei kann es sich um schriftliches und/oder Bildmaterial, um Videoaufzeichnungen, Fotos, PC-Dateien etc. handeln.

Die Materialien gehen an den:
Bürgerverein FUER CHEMNITZ e.V.
Augustusburger Str. 31-33, 09111 Chemnitz
Tel.: 0371 – 6 74 98 84; Fax.: 0371 – 6 74 98 86
e-Mail: bv-fuer-chemnitz <at> gmx.de

Die Bewerbungsfrist ist bereits beendet. Eine Jury mit namhaften Persönlichkeiten der Stadt Chemnitz unter dem Vorsitz des Bürgervereins FUER CHEMNITZ e.V. trifft die Auswahl der Preisträger.

Die Preisverleihung und Ausstellung der Objekte und Einsendungen finden am 5. März 2009 im Rahmen des Chemnitzer Friedenstages statt, und zwar um 17.00 Uhr im Stadtverordnetensaal des Chemnitzer Rathauses.





Preisträger des Chemnitzer Friedenspreises
2004 - 2009
Die Preise wurden gestiftet vom Bürgerverein FUER CHEMNITZ e. V.
Die Skulptur wurde gestaltet vom Bildhauer Erik Neukirchner
2004 
1. Preis  Evangelische Jugend,  Ev.-Luth. D.-Bonhoeffer-Kirche
2. Preis Mica Kempe, Künstlerin
3. Preis Förderverein der Albert-Schweitzer-Mittelschule
Ehrenpreis  Pfarrer Hans-Jochen Vogel
2005 
1. Preis Tony Müller, Schüler
2. Preis   Annen-Mittelschule
3. Preis  Freundeskreis Rumänienhilfe
3. Preis  Klasse 4E der Albert-Einstein-Grundschule
2006 
1. Preis Anne Bettina Nonnaß, Schülerin
2. Preis Klasse 3b der Gebrüder-Grimm-Grundschule
3. Preis Studentische Initiative gemEINSam für einen friedlichen und interkulturellen Campus
3. Preis Integrationszentrum „Globus“ Kultur & Tourismus“
Ehrenpreis Siegmund Rotstein, Jüdische Gemeinde Chemnitz
2007 
1. Preis  Förderzentrum zur Lernförderung „Johann Heinrich Pestalozzi“
2. Preis Hoffnung Nadeschda e. V.
3. Preis Schüler der Klasse 8/1 – Untere Luisenschule: Vicky Köpnick, Tino Hertel, Jack Jentzsch
2008 
1. Preis  Bethanien-Krankenhaus Chemnitz gemeinnützige GmbH
2. Preis Schüler der Klassen 6 - 10 der Montessori Schule Chemnitz
3. Preis Partnerschaftsverein Chemnitz - Timbuktu e. V.
Ehrenpreis  Justin Sonder  
2009
1. Preis  Projekt "Schlaue Eule"
Georgius-Agricola-Gymnasium und Ökologische Kindertagesstätte "Groß und Klein"
Gewaltpräventation - Streitschlichtung im Kindergarten. Gymnasiasten und Vorschulkinder arbeiten zusammen.
Die KiGa Kinder beteiligen sich aktiv, und engagiert an den von den Gymnasiasten beigebrachten Rollenspielen. Beeindruckend war die Wirkung auf das eigene Verhalten der KiGa Kinder – dies wirkt bis in die Familie. Ausstrahlung auch bis ins Gemeinwesen Wohnumfeld. Die Gymnasiasten besuchen ein dreitägiges Streitschlichter Seminar, lernen dabei
Deeskalationstechniken. Am Gymnasium differenzierte Wirkung, je nach Altersstufe.
2. Preis Projekt "Meine polnischen Schwestern"
Lila Villa
Auf den Spuren von Lodzerinnen mit sächsischen Vorfahren in Zusammenarbeit mit dem Kulturhaus Lodz Widzew
Broschüre und Film sind von intensiver emotionaler Wirkung. Ein Beispiel wie durch Freundschaft und Verständnis beider Seiten ein Vorurteil freies Miteinander Leben möglich wird.
3. Preis "Missionarinnen der Nächstenliebe"
Der von Mutter Teresa gegründete Orden wirkt im Stillen und sucht keine Öffentlichkeit. Die Schwestern sind seit 25 Jahren in Karl Marx Stadt / Chemnitz tätig und widmen sich in ihrer Sozialarbeit vor allem psychisch Kranken, Alten und Alleinstehenden. Bietet „Suppenküche“ und Quartiere. Leben von Spenden (u.a.Chemnitzer Tafel). Achten auf Ordnung und Sauberkeit – geben menschliche Zuwendung. Bieten Hilfesuchenden eine Oase des Friedens. Auf der Grundlage von Respekt – Ordnung ins Leben der Menschen bringen.
Ehrenpreis  Herr Dr. Sadik al Biladi
Chemnitzer Arzt irakischer Herkunft, langjährig aktiv in der Friedensbewegung

 



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