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Chemnitzer Friedenstag
 
 

Chemnitz
Frieden für die Stadt - eine Stadt für den Frieden

Vergangenheit erinnern

5. März 1945 - die Bombennacht, in der große Teile von Chemnitz in Schutt und Asche sinken. Es ist nicht der erste Angriff, aber der schwerste. Menschen sterben durch die explodierenden Bomben, in Flammen und unter Trümmern. Der Krieg, der von Deutschland ausgegangen ist, kehrt an den Ursprung zurück.

 Gegenwart gestalten

Das Leid und die Zerstörung von damals sind glücklicherweise der Stadt heute nicht mehr anzusehen. Menschen, die sich noch daran erinnern können, werden weniger. Könnte uns das nicht leichtsinnig werden lassen?

Aber Unrecht, Not, Gewalt, Krieg sind noch nicht aus der Welt verschwunden. Kein Land, keine Stadt kann in einer friedlosen Welt eine Insel des Friedens sein. Wir wollen Frieden für unsere Stadt. Den kann es nur geben, wenn Menschen in Chemnitz auch selbst aktiv werden. Der 5. März soll ein Friedenstag für alle Chemnitzer sein. Viele Menschen können an diesem Tag oder in seinem Umfeld an verschiedenen Orten etwas für Gerechtigkeit und Völkerverständigung, gegen Krieg, Unrecht, Rassismus, Gewalt und Umweltzerstörung tun und es andere wissen lassen

Machen wir Chemnitz zu einer Stadt, von der Impulse für den Frieden ausgehen, zu einer Stadt für den Frieden!

 

 



Schwerpunkt 2007
Die Idee des Friedenstages hat sich mit Leben gefüllt. Und in jedem Jahr hinterlässt dieser Tag mehr Spuren: Orte beleben sich, ein großes Friedenskreuz in der Innenstadt lädt zur Besinnung und zum Gespräch ein, viele Chemnitzer setzen sich mit den Ursachen von globalem Unrecht, Kriegen, von Rassismus und Gewalt auseinander und treten für Gerechtigkeit und Völkerverständigung ein.
 
Gib der Gewalt keine Chance

Kinder und Jugendliche machen sich stark für den Frieden! In diesem Jahr ist der 5. März – der 62. Jahrestag der Bombardierung von Chemnitz – in zahlreichen Schulen, Kindergärten und  Jugendeinrichtungen (auch dank engagierter Pädagogen) ein wichtiges Thema. Am Friedenskreuz im Park der Opfer des Faschismus werden wir das Nachdenken der jungen Chemnitzer darüber und ihre friedensstiftenden Impulse auf uns wirken lassen können.

 
Gemeinsam sind wir stark

So wird das Friedenskreuz ein Ort und der 5. März ein Tag der Kommunikation zwischen den Generationen über Krieg und Frieden.

Auch die Kommunikation zwischen den Gruppen in Chemnitz, die sich in vielfältiger Weise für den Frieden engagieren, soll einen neuen Schub erhalten. So ist es z.B. geplant, in einer Broschüre alle Gruppen vorzustellen und in einem Forum die Perspektiven für neue gemeinsame Friedensarbeit auszuloten.

Kontakt: Sekretariat Bürgermeisterin Lüth (Tel.: 488-1951) oder AG Friedentag (Tel.: 311771)




 

Chemnitzer Friedensimpulse
Bei den  „Chemnitzer Friedensimpulsen“ steht 2007 Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt:
„Halt die Schnauze, sonst knallts!“
Aggression und Gewalt an Schulen

Podiumsgespräch zu Chancen und Ausgestaltungsmöglichkeiten
von gewaltpräventiven
Maßnahmen an und für Schulen und Jugendfreizeitstätten


Die von der AG Chemnitzer Friedenstag veranstalteten "Chemnitzer Friedensimpulse" finden in diesem Jahr
am Abend des 5. März statt, und zwar

um 19.00 Uhr im Schauspielhaus, Kleiner Saal

An der von Stephan Brenner moderierten Podiumsdiskussion nehmen teil:
  • Friedrich Böhme (Sozialpädagoge, Präventionstrainer)
  • Brigitte Moritz (reg. Arbeitsstelle für Ausländerfragen Jugendarbeit und Schule e.V., Leipzig)
  • Grit Kluge („Courage“ der DGB-Jugend Chemnitz)
  • u.a.

     

 
   
Chemnitzer Friedenspreis

Skulptur Neukirchner

Die Skulptur wurde gestaltet vom Bildhauer Erik Neukirchner

Der Chemnitzer Friedenspreis wird unter der Schirmherrschaft des Bürgervereins FUER CHEMNITZ e.V. und in Zusammenarbeit mit dem Kriminalpräventiven Rat sowie der Ausländerbeauftragten der Stadt Chemnitz im Jahr 2006 zum dritten Mal verliehen.

Der Chemnitzer Friedenspreis zeichnet Ideen, Initiativen und Projekte aus, die:
  • ein gewaltfreies Miteinander fördern und unterstützen,
  • die Integration verschiedener Kulturen als wesentlichen Bestandteil unseres Zusammenlebens betrachten,
  • für Grundwerte wie Toleranz, Demokratie, Friedfertigkeit und Interkulturalität eintreten,
  • gegen Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus Position beziehen.

Ein ganz besonderer Dank geht an die
Stadtwerke Chemnitz

für das
Sponsoring des Chemnitzer Friedenspreises 2005, 2006 und 2007

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Arbeitsgruppe "Chemnitzer Friedenstag"
Die Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag ist nicht institutionalisiert. Diese kleine Gruppe von Vertretern aus Kirche, Kunst und Wissenschaft  verschiedener Generationen setzt seit fünf Jahren Friedensimpulse in unserer Stadt.

Ihr Ziel ist, dass der 5. März, der Jahrestag der Bombardierung von Chemnitz, ein Tag des Friedens sein und Chemnitz eine Stadt des Friedens werden soll.

Am 16. Januar 2002 bringen Hans-Jochen Vogel (Pfarrer i.R., 2005) und Sabine Kühnrich (Sängerin) einen Aufruf zu einem Chemnitzer Friedenstag in die Öffentlichkeit, der von namhaften Chemnitzern unterschrieben wird. Gemeinsam mit Stephan Brenner (Pfarrer Bonhoeffer-Gemeinde), gründeten sie die Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag, zu der mittlerweile auch Hartwig Albiro (ehem. Schauspieldirektor), Christoph Magirius (Pfarrer i.R.; Ehrenbürger der Stadt Chemnitz),  Dr. Thomas Schuler (ehem. Direktor des Schloßbergmuseums), Siegfried Bauer und Heike Steege (Ausländerbeauftrage) gehören.

2002 wird auf Initiative der Arbeitsgruppe zum ersten Mal der Chemnitzer Friedenstag begangen: noch relativ bescheiden, mit nur einer Veranstaltung, den "Chemnitzer Friedensimpulsen" in der Kreuzkirche.

Seit 2003 koordiniert und organisiert die Gruppe umfangreiche Veranstaltungsprogramme und gibt ein eigenes Informationsblatt heraus. Viele Chemnitzer, Kinder und Jugendliche, Künstler und Kultureinrichtungen, Friedensgruppen und politisch Interessierte, sind ihrem Aufruf seit dem gefolgt, unsere Geschichte nicht nur rückblickend, sondern auch gegenwarts- und zukunftsbezogen aufzuarbeiten. Denn auch sechs Jahrzehnte nach dem verheerenden 2. Weltkrieg werden Konflikte und Krisen zwischen Menschen, Völkern und Staaten mit militärischen Mitteln zu lösen versucht. Die Mittel der zivilen Konfliktbewältigung finden dagegen immer noch viel zu selten Anwendung. Sie müssen in allen Bereichen unserer Gesellschaften mit Nachdruck gefördert werden, gerade jetzt, wo die Neonazis nicht mehr nur auf der Straße oder in ihren Läden, sondern auch in sächsischen Parlamenten präsent sind.

Der Chemnitzer Friedenstag 2005 stand unter dem besonderen Vorzeichen der 60. Wiederkehr der Bombardierung von Chemnitz. Mehr dazu ...

Beim Chemnitzer Friedenstag 2006 stand das internationale Netzwerk "Mayor for Peace" / "Bürgermeister für den Frieden" und deren Kampagne "Atomwaffenfrei 2020" im Zentrum.  Mehr dazu ...




Rückblick 2002 - 2004
   



Chemnitzer Friedenstag 2005
online-Archiv
Website "Chemnitzer Friedenstag 2005"

Der Chemnitzer Friedenstag 2005 stand unter dem besonderen Vorzeichen der 60. Wiederkehr der Bombardierung von Chemnitz und hatte daher einen historischen Schwerpunkt. Als Haupt-Veranstaltungsort wurde deshalb in diesem Jahr das Schlossbergmuseum gewählt, wo auch der Chemnitzer Friedenspreis verliehen wurde.

Den zweiten, gegenwartsorientierten Schwerpunkt bildeten die Aktionen auf dem Neumarkt. Er wurde durch einen Gedenkraum in Form eines weißen Kreuzes (gestaltet von Kunst für Chemnitz) und das „Geläut gegen den Krieg“ (von Kilies) akzentuiert.

Erstmals wurde eine Schweigeminute (mit Sirene und abschließendem Glockengeläut) rund ums Rathaus realisiert. Dies wurde (vor allem dank der guten Kooperation mit den Geschäften und der CVAG) gut angenommen.

Auf dem Neumarkt waren ständig Friedenswachen aus Chemnitzer gesellschaftlichen Gruppierungen präsent; die Bürger konnten Kerzen entzünden und Ihre Friedenwünsche anbringen. Zahlreiche kulturelle Bausteine (Straßentheater,  Musik)  belebten den Neumarkt und lenkten das Interesse der Passanten auf das Thema.

Insgesamt fand der 5.Chemnitzer Friedentag 2005 eine sehr viel höhere Resonanz als in den vorausgehenden Jahren. Die Grundidee der Neumarkt-Aktionen, nämlich den dichten samstäglichen Einkaufsbetrieb zu nutzen, um den Chemnitzer Friedenstag und seine Anliegen mitten in den Alltag der City zu bringen, ist sehr erfolgreich umgesetzt worden.

Einige Bausteine (z.B. Schweigeminute) waren von vornherein auf den „runden“ Gedenktag zugeschnitten; andere (z.B. weißes Kreuz und Geläut) wurde so gut vom Publikum angenommen, dass sie auch in kommenden Jahren verwendet werden sollen. Auch die neue Qualität der Öffentlichkeitsarbeit (z. B. der erstmalige Internetauftritt "www.chemnitzer-friedenstag.de") soll in den folgenden Jahren der Maßstab bleiben und noch verbessert werden.






Chemnitzer Friedenstag 2006
online-Archiv
Website "Chemnitzer Friedenstag 2006"

Beim Chemnitzer Friedenstag 2006 stand das internationale Netzwerk "Mayor for Peace" / "Bürgermeister für den Frieden" und deren Kampagne "Atomwaffenfrei 2020" im Zentrum. Der Höhepunkt des Chemnitzer Friedenstags war daher der Beitritt unseres Oberbürgermeisters Dr. Peter Seifert zu diesem Netzwerk.

Als Haupt-Veranstaltungsort wurde in diesem Jahr das TIETZ gewählt, wo in einem auch der Chemnitzer Friedenspreis verliehen wurde. Auf dem Vorplatz standen die 2005 erstmals präsentierten künstlerischen Zeichen: der Gedenkraum in Form eines weißen Kreuzes (außen mit einer Kunstaktion von "Kunst für Chemnitz e.V." gestaltet) und das „Geläut gegen den Krieg“ (von Kilies).

Durch den Beitritt unseres Oberbürgemeisters zu "Mayors for Peace" fand der 6.Chemnitzer Friedenstag 2006 eine höhere Medien-Resonanz als in den vorausgehenden Jahren.




Chemnitzer Friedenstag 2008
Am Friedenstag 2008 soll eine Zwischenbilanz der Friedensarbeit in Chemnitz gezogen werden.

Auch die Kommunikation zwischen den Gruppen in Chemnitz, die sich in vielfältiger Weise für den Frieden engagieren, soll einen neuen Schub erhalten. So ist es z. B. geplant, in einer Broschüre alle Gruppen vorzustellen und in einem Forum die Perspektiven für neue gemeinsame Friedensarbeit auszuloten.

  • Kontakt für Broschüre: Sekretariat Bürgermeisterin Lüth (Tel.: 0371-488-1951) oder AG Friedenstag (Tel.: 0371-311771)
  • Anregungen und Ideen für den Friedenstag 2008: Sabine Kühnrich, Hoffmannstraße 58, 09112 Chemnitz, Tel./Fax: 0371-311771, E-Mail: sabine.kuehnrich <at> gmx.de
Wir freuen uns auf Ihre Anregungen!

   
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