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Die ehemalige Paulikirche
am Getreidemarkt
          Neue Johanniskirche   (1749 – 1875)
            
Paulikirche                       (1875 – 1945)
            
doppelte Zerstörung    (1945 – 1961)
          Foto-Rundgang um die Ruine



Eine Zusatzkirche für die Vorstadt:
die Neue Johanniskirche
(1749 – 1875)
Rückblick auf die Jahrhunderte zuvor: 
Das ehemalige Franziskanerkloster
Das Schicksal der Klostergebäude im 16. - 18. Jh.
1749 Der Rat der Stadt beschließt, wegen der wachsenden Bevölkerung der Vorstädte (zusätzlich zu deren kleinen Pfarrkirche, der „Alten Johanniskirche“) ein neues Gotteshaus, die „Neue Johanniskirche“, zu bauen und wählt dafür das ehemalige Klostergelände.
1749 - 50 Der Rat der Stadt kauft von Bürgermeister Lange für 1000 Taler das restliche ehemalige Klostergelände hinzu und lässt die verbliebenen Ruinen abbrechen.
1750 Am 25. August wird vom Bürgermeister der Grundstein feierlich gelegt.
1750 - 56 Das Gebäude wird vom Freiberger Baumeister J.G. Ohndorf und von Chemnitzer Handwerkern (Zimmermeister J.G. Mende, Maurermeister Ch. Hösel) errichtet. Auf einen Turm verzichtet man bei dieser Filialkirche; das schlichte, geräumige Kirchenschiff hat eine Empore mit einer Silbermann-Orgel.
1756 Fertigstellung und Einweihung der Kirche

Neue Johanniskirche

Neue Johanniskirche mit Pforte und Pfortensteg

 


Eine Kirche für den Kaßberg:
die Paulikirche
(1875 – 1945)
1875 Die sehr stark expandierende Vorstadtgemeinde wird geteilt.
Das Gotteshaus am Getreidemarkt wird zur Pfarrkirche für das wohlhabende Kaßberg-Viertel und erhält den Namen des Apostels Paulus.
Paulikirche um 1890
1881 Renovierung des Schiffs (44.000 RM) und Neubau einer Orgel (mit 46 Registern)
1887 Bau eines 61 Meter hohen neoromanischen Turms mit Glockengeläut (insgesamt 67.500 RM); Einweihung am 6. Oktober
1890 Einbau von farbigen Kirchenfenstern
1892 Deckengemälde; neue Farbfassung innen und außen
1905 Anbau einer neobarocken Brauthalle (Entwurf: Stadtbaurat Möbius) mit Paulus-Statue (von Bildhauer König)
ab 1930 weitere Umbaumaßnahmen



 

Die doppelte Zerstörung
(1945 + 1961)
1945 
Bomben zerstören am 5. März das Schiff und beschädigen den Turm.
Ab 1951 Die Kirchgemeinde renoviert den Turm und errichtet einen neuen Dachstuhl mit Schieferdach; sie sichert auch die erhaltenen Außenmauern. Insgesamt werden 60.000 Mark investiert, darunter zahlreiche Spenden.
In allen frühen Plänen und Modellen zum Wiederaufbau der Innenstadt ist der Erhalt der Paulikirche vorgesehen.
1957 Der Wiederaufbau des Schiffs wird beschlossen und vorbereitet.
1961 Am 27. Februar teilt das Stadtbauamt mit, dass das Grundstück „für den Bau von achtgeschossigen Wohnblöcken in Anspruch genommen werden“ soll. Da gegen das „Aufbaugesetz“ kein juristischer Widerspruch möglich ist,  wird die Enteignung sofort vollzogen - sogar rückwirkend zum 1. Januar 1961.
Das im Neubaugebiet „störende“ Kirchgebäude wird am 15. März gesprengt.
Mit dieser eiligst durchgeführten Vernichtungsaktion setzt man über Chemnitz hinaus ein Zeichen: Die Beseitigung der Chemnitzer Paulikirche wird so zum Vorboten und Testfall für die Zerstörung der Leipziger Paulinerkirche.
Erhalten blieb das stattliche Gemeindehaus auf dem Kaßberg (heute Städtische Musikschule) sowie die Glocken, die heute im Turm der Kreuzkirche ihren Dienst tun.
 
 
Fotos: Helmut Brückner, 1938 -1953
(Sie sind von seinem Zimmer im Gericht aus aufgenommen)

Paulikirche 1938



 


Rundgang um die Ruine
Paulikirche 1953 von Südwesten


Paulikirche 1956 von Osten

Paulikirche 1954 von Nordosten

Paulikirche 1954






Fotos: Helmut Brückner, 1953 - 1956

von Norden


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