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Das ehemalige Franziskanerkloster
Gründung    (1481 – 1485)
Aufhebung   (1539 – 1540)
"Freihaus"    (1540 – 1632)
Zerstörung   (1632 – 1750)
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Die Gründung
(1481 – 1485)
1481 - 85
Innen an der Stadtmauer, neben dem zum „Pfortensteg“ führenden Mauerdurchlass, erbaut die Stadt für die Franziskanermönche (auch Minoriten oder Barfüßer genannt) ein Kloster mit Kirche und Friedhof (bis zur Lohgasse reichend). Der Grundstein wird am 15. Juni 1481 durch den späteren Kurfürsten Friedrich den Weisen gelegt.
1485
Papst Innozenz VII. genehmigt am 14. April  die Stiftung des Franziskanerklosters. Die ersten 16 Mönche ziehen am 8. September in das den Heiligen Maria und Andreas geweihte Kloster ein.


   


Die Aufhebung
(1539 – 1540)
1539 
Die erste Chemnitzer Kirchenvisitation, die von Herzog Heinrich dem Frommen im Zuge der Einführung der Reformation in Sachsen angeordnet wird, schränkt die Tätigkeit der beiden Chemnitzer Klöster stark ein.
1540 Die zweite Chemnitzer Kirchenvisitation am 12. April soll auch in den Klöstern die neue Lehre durchsetzen. Die verbliebenen sieben Franziskaner weigern sich und werden ausgewiesen. Superior Thilo Werner und der Konvent verlassen am 19. April Chemnitz; sie ziehen zuerst nach Kadan in Böhmen und lassen sich später in Halle nieder.



"Freihaus" und "Ratsmangel"
(1540 – 1632)
1540 - 45
Kurfürst Moritz lehnt das Nutzungsgesuch des Chemnitzer Rates ab und überträgt einen Teil der Anlage an Hauptmann Peter Pfefferkorn; 1545 erhält dieses Lehen als „Freihaus“ die Niedere und Höhere Gerichtsbarkeit.
1545 Herzog Moritz hält hier am 13. Juli eine sächsische Ständeversammlung ab.
1573 Der Rat der Stadt kauft am 29. September die restlichen Gebäude: die halbe Kirche und das Dormitorium (Schlafhaus) sowie Keller und Hof.
ab 1585
Im städtischen Teil wird die „Ratsmangel“ betrieben.


Zerstörung und Abbruch
(1632 – 1750)
1632
Die Gebäude werden im Dreißigjährigen Krieg in Mitleidenschaft gezogen, als die Schweden unter Herzog Bernhard von Weimar Chemnitz belagern. Die Batterien auf dem Kaßberg schießen am 19. November beim Pfortentor eine Bresche in die Stadtmauer; tags darauf wird das ehemalige Klostergebäude erstürmt.
1643 Ein Stadtbrand zerstört am 20. Juli die Gebäude.
1670
Die Stadtmauer wird in diesem Abschnitt wiederhergestellt – vermutlich unter Verwendung von Steinen der Klosterruine.
1749 - 50
Der Rat der Stadt kauft von Bürgermeister Lange für 1000 Taler das restliche ehemalige Klostergelände hinzu und lässt die verbliebenen Ruinen abbrechen.
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